Mistplatz Auhof gegen Bürgerwillen eröffnet

Wiens Gäste werden ab sofort von 14.000 m² großen Mistplatz auf der Westeinfahrt begrüßt

U4auhof-Sprecher Dominic RUNGE vor dem Mistplatz Auhof
U4auhof-Sprecher Dominic RUNGE vor dem Mistplatz Auhof

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auhof, Wien-Penzing. Er liegt mitten im Autobahnknoten Auhof: jener Grund, auf dem heute Montag der neue Mistplatz der MA48 eröffnet wurde - und das gegen den Willen der Anrainer.

 

Dabei hätte man das Grundstück, das bisher von der Stadt Wien als Schneesammelplatz genutzt wurde, sinnvoller nutzen können: eine Errichtung einer Park&Ride-Anlage in Auhof hätte den Verkehr im Wiental entlasten und die Umwelt schonen können. Stattdessen wird jetzt eine höheres Verkehrsaufkommen befürchtet. Es ist mit zusätzlichen Staus zu rechnen.

 

 

Gegen den Willen der Anrainer errichtet

Bei einer Bürgerversammlung am 25. Februar 2014 wurde das damals bereits fix und fertig geplante EUR 4 Millionen teure Projekt vom Leiter der MA48 und der Stadt Wien vorgestellt - zur großen Verwunderung der Anrainer, die erst durch die Einladung zur Bürgerversammlung von diesem Projekt erfahren haben. Selbst die Bezirksvorsteherin von Penzing, Andrea Kalchbrenner (SPÖ), wusste anfangs nichts von den Bauplänen.

 

Trotz heftigen Bürgerprotesten wurde das Projekt umgesetzt. Die Anrainer hätten sich eine Sanierung der bestehenden Mistplatzanlage in der Zehetnergasse gewünscht, weil dieser zentral erreichbar ist. Dieser Wunsch wurde von der Stadt ignoriert.

 

Verschandelte Westeinfahrt und höhere Umweltbelastung

Wiens Westeinfahrt ist alles andere als ein attraktiver Bereich. Auf der rechten Seite der Autobahnabfahrt liegt ein Hotel mit einer stillgelegten Tankstelle, die Parkplätze wurden dort bis vor kurzem noch von Prostituierten als legale Arbeitsstätte benutzt. Nun verwahrlost das leerstehende Areal.

Auf der linken Seite (in Fahrtrichtung Stadt) wird man seit heute von dem 14.000 m² großen Müllplatz begrüßt.

 

 

Hinzukommt die höhere Umweltbelastung zwischen dem Erholungsgebiet Lainzer Tiergarten und dem Wienfluss. Die Stadt Wien rechnet selbst mit zusätzlichen 1.000 Zu- & Abfahrten pro Tag. Das wird nicht nur zu mehr Stau sondern auch einer erhöhten Luftverschmutzung führen.


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Kommentare: 7
  • #1

    G. Kolm (Montag, 04 April 2016 20:05)

    Ich finde die neue Anlage sinnlos. Man kommt öffentlich nicht hin, kann sie zu Fuß nicht erreichen. Ich fahr sicher nicht mit meinem Mist mit einem Taxi dort hin. Der landet ab jetzt eifach im Mistkübel!!!!

  • #2

    Herzog Margarete (Mittwoch, 06 April 2016 04:32)

    Mein Mann und ich waren entsetzt, als we von der Lage des "neuen" Mistplatzes erfuhren. Wir sind ältere Leute.und haben kein Fahrzeug. Wir haben stets unser gebrauchtes KochÖl in einem Küberl abgeliefert. Das ist nunmehr unmöglich. Also wo kommt es jetzt hin?? Mit dem Taxi fahren wir sicher nicht dorthin. Es ist eine Zumutung und Frechheit den Mistplatz auf einen für ältere Personen unerreichbaren Platz zu verlegen !!!

  • #3

    Ch. Leitner (Montag, 25 Juli 2016 12:20)

    Der Mistplatz Zehetnergass war ideal und ich brachte jedes kleinste Stück, das nicht in ein kleines Müllsackerl gehört, dorthin.
    Die Lage des neuen Mistplatzes ist ein Witz, die Einfahrt unübersichtlich und gefährlich da auf der Autobahnauffahrt gelegen. Nachdem mir beinahe das hinter mir kommende Auto aufgefahren wäre, ließ ich es bleiben. Öffentlich ist der Platz überhaupt nicht erreichbar. Ich werde halt in Zukunft den Großteil im Restmüll entsorgen. Wenn Leute wieder im Wald ablagern, braucht man sich nicht wundern. Dieser Mistplatz ist jedenfalls ein No-Go.

  • #4

    M. Eder (Donnerstag, 28 Juli 2016 04:48)


    Der Mistplatz ist eine Frechheit!!!!! In die Zehentnergasse bin ich mit allem, was nicht in den Restmüll gehört, mit der Strassenbahn gefahren!!! Ich habe kein Auto, und mußte jemanden bitten, mich zum neuen Mistplatz zu bringen, das Navi hat uns 3x vorbeigelotst, das kleine grüne Schild war nicht gleich zu erkennen. WIR WAREN VERZWEIFELT, denn man landet immer wieder auf der Autobahn, und muß wieder eine Riesenrunde fahren. Die nette Dame im Hotel gegenüber hat uns dann gezeigt, wo der geheimnisvolle Mistplatz ist. Dann hat man uns dort gesagt, daß wir den größten Teil im Hausmüll entsorgen sollen, oder es gäbe noch einen Extra-Container, aber da muß man zwei Euro reinschmeissen. Leider hatte ich keine Münze zur Hand...
    Also werde ich mir in Zukunft das Müll trennen sparen, einfach alles in den Hausmüll schmeissen und gut isses. Anders kann ich dieses Projekt nicht interpretieren.

  • #5

    Gerhard LASSNIG (Samstag, 01 Oktober 2016 13:54)

    Den Mist-platz der MA-48 so dezentral zu verlegen, dass man ihn ohne Fahrzeug nicht erreichen kann ist wieder einmal eine Entscheidung von Schreibtischtätern die Ihre volle Arroganz und Dummheit ausgespielt haben. Jenseits jeglicher Vernunft, Haus Verstand und Bürgerwille wurde eine Maßnahme zur Verschlechterung der Lebensqualität der Bürger beschlossen. Mit weit geringeren Kostenaufwand hätte der Mist-platz in der Zehetnergasse weiter betrieben werden können. Die SPÖ Arroganzler brauchen sich nicht wundern wenn Rechts-Populisten einen Zuwachs an Wählerstimmen erhalten, denn die propagieren dass Entscheidungen mit Rücksprache der betroffenen Bürger erfolgen. Mit der Verlegung des Mist-Platzes hat die Stadt Wien wieder einmal Mist gebaut. Es werden sich viele Wiener überlegen, ob Sie diesen oder andere Mist-plätze überhaupt noch aufsuchen wollen oder gleich alles in den Restmüll werfen. Liebe Entscheidungsträger der Stadt Wien - geht's zum Billa und kaufts Euch ein Sackerl Hausverstand. Und jetzt, zurück in die Steinzeit der Mülltrennung.

  • #6

    Maximilian Dirn (Sonntag, 30 Oktober 2016 18:20)

    Also bei den Kommentaren kann man sich nur auf den Kopf greifen. Wer transportiert bitte Sperrgut zu Fuß? Wenn ich Müll zu Fuß entsorge, dann ist das Glas, Plastik etc. und das kann man fast an jeder Ecke machen. Selbst kleine Elektrogeräte, Öl etc. kann man bei den mobilen und stationären Problemstoffsammelstellen abgeben. Dort kriegt man auch den WÖLI. Darum bezweifle ich, dass die oben genannten überhaupt Mülltrennung betreiben, sonst wüssten sie das. Ansonsten frage ich mich ernsthaft, wo man einen 14.000 km² großen Mistplatz sonst gebaut hätte. Mitten in Wien? Da freut sich jeder Nachbar. Wir sind sehr zufrieden mit der Anlage, da man endlich die Sachen barrierefrei in die Container schmeißen kann, es eine tolle Unterteilung gibt und es reibungsloser abläuft. Wir haben den Eingang auf Anhieb gefunden. Übrigens: Solange die ÖVP Niederösterreich an der Macht ist, wird's keine U4-Verlängerung geben, somit kann man den Platz für die nächsten 100 Jahre sinnvoll nützen.

  • #7

    Chelsey Didonna (Sonntag, 05 Februar 2017 20:01)


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